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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit

Darum sind qualitativ hochwertige Stammdaten so wichtig

Die Digitalisierung verändert die Dynamiken der Märkte rasant. Doch um in neuen, digitalen Wettbewerbsumgebungen zu bestehen und konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Handelsunternehmen heute wesentlich mehr Produktdaten im Internet zur Verfügung stellen, als es bisher im stationären Handel notwendig war.

Viele Firmen holen sich im Zuge ihrer Transformation Expertise von externen Partnern und Beratern. Der Vorteil: Letztere kennen die digitalen Märkte genau und können in puncto Datenmanagement passgenau beraten.

Experten sind überzeugt: Die Digitalisierung und die damit verbundene Ausrichtung auf die neuen globalen Märkte erfordern, dass Unternehmen ihren Fokus auf Web-Shops, mobile Apps und andere innovative Technologien richten. Doch dieser strategische Wandel führt gleichzeitig dazu, dass heute wesentlich mehr Informationen zu Produkten bereitgestellt werden müssen als dies noch vor einigen Jahren der Fall war.

Denn Visualität ersetzt Haptik – bekommt beispielsweise eine Jacke im stationären Handel durch ein besonders gutes Tragegefühl den Zuschlag, zählt im Internet die optische Aufbereitung, die dem Käufer gefallen muss. Dadurch erhöht sich das Stammdatenaufkommen drastisch.

Die Konsequenz: sowohl das Datenmanagement als auch die Datenvernetzung werden auf allen Ebenen komplexer. Doch die erforderliche Anpassung im Datenmanagement wird häufig außer Acht gelassen, so das Ergebnis der „Trendstudie Stammdatenqualität 2016“ der Hochschule Heilbronn.

 

Master Data als Voraussetzung für Digitalisierung

Firmeneigene Stammdaten (engl. Master Data) wie beispielsweise von Produkten, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern sind nicht nur wichtige Grunddaten eines Betriebs, sondern auch von zentraler Bedeutung auf dem Weg zur digitalen Transformation.

Genauer gesagt bieten qualitativ hochwertige Master Data im Optimalfall die Grundlage für schnelle Analysen und treffsichere Entscheidungen, die heute wichtige Komponenten sind, um konkurrenzfähig zu bleiben. Denn wertet man hochwertige Stammdaten aus, können Prozesse optimiert und bestenfalls Kosten reduziert werden.

Schlecht gepflegte Daten sind kostspielig

Und obwohl viele Unternehmen ihren Master Data eine zentrale Rolle beim Erfolg von Geschäftsmodellen und der Kundenzufriedenheit zuschreiben, sind Stammdaten in der Vergangenheit oftmals kaum gepflegt oder vernachlässigt worden. Nach den Ergebnissen der Trendstudie Stammdatenqualität 2016 besitzen sogar 46 Prozent der Firmen in Deutschland eine geringe bis sehr geringe Stammdatenqualität.

Was das zur Folge haben kann, zeigen Zahlenbeispiele aus den Vereinigten Staaten. Dort sind Umfragen zufolge satte 25 Prozent der entscheidungsrelevanten Daten fehlerhaft und kostet die US-amerikanische Wirtschaft jährlich schätzungsweise 600 Milliarden Dollar.

Datenmanagement häufig vernachlässigter Geschäftsbereich

Allein aufgrund der hohen Transparenz und Geschwindigkeit im Onlinehandel ist es für Web-Shops von enormer Bedeutung, dass die Daten qualitativ hochwertig und stets aktualisiert sind.

Artikel müssen richtig benannt, beschrieben und bebildert sein, um Kaufanreize zu wecken. „Jeder hat es vielleicht schon einmal erlebt, dass er keine Bilder zum Produkt findet und sich schließlich gegen den Kauf entscheidet“, erklärt Stefan Wagner, Geschäftsführer von aView Group, eine unabhängige Beratung rund um das Thema Master Data. Das ist ärgerlich – nicht nur für den Kunden. Unternehmen verlieren so potenzielle Käufer, schließlich ist der Wettbewerber nur einen Klick entfernt.

„Statt sich um die erforderlichen Anpassungen im Datenmanagement und der -kommunikation zu kümmern, fokussieren sich einige Anbieter nur auf die Auswahl geeigneter Software“, erläutert Wagner.

Der Experte ist überzeugt: Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen. Denn Handelsunternehmen, die sich nicht mit der Problematik Datenmanagement auseinandersetzen, erreichen ihre im Rahmen von Digitalisierungsprojekten festgelegten Ziele meist nicht. „Das Unternehmen kann so nicht mehr schnell genug auf innovative Marktentwicklungen reagieren. Es verliert sozusagen den Anschluss an die Konkurrenz und bleibt auf der Strecke“, erklärt Stefan Wagner.

Mit Expertise zum Ziel

Um in Zeiten komplexer IT-Landschaften und Prozessketten die eigene Datenqualität sicherzustellen, bietet die aView Group Lösungen für Firmen an, die ihnen dabei helfen, das Potenzial ihrer Produktstammdaten zu erschließen und optimal für sich zu nutzen. Dabei vertritt das Beratungsunternehmen eine ganzheitliche Betrachtungsweise unter Berücksichtigung aller wesentlichen Komponenten wie Organisation, Prozessabläufe, Datenqualität, Standards und IT-Architektur.

„Wir schauen uns die Gesamtsituation im Unternehmen des Kunden genau an, analysieren also die Ist-Situation. Denn nur, wenn wir die Fakten kennen, können wir eine Handlungsempfehlung zur Definition der Projektziele aussprechen“, erklärt Stefan Wagner. Zudem unterstützt aView seine Kunden bei der Auswahl und Implementierung der erforderlichen Stammdaten-Software (Master Data Management MDM Tools), um die Qualität der Stammdaten sicherzustellen und so ein erfolgreiches Fundament für den zukünftigen Geschäftserfolg zu legen.

Dieses Interview wurde in Zusammenarbeit mit The Business Debate Korrespondenten Dr. Martin Roos und unserem Interviewpartner Stefan Wagner, Geschäftsführer der aView Group, gefilmt.

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