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Smart Services

Wie die Digitalisierung die Regeln des Wettbewerbs verändert

Industrie 4.0 bietet deutschen Unternehmen die Chance, ihre weltweite Führungsrolle auszubauen. Doch die neue, smarte Welt ist sehr komplex: Im Inneren des Kessels brodelt die IT. Wie soll sie mit der Datenflut umgehen?

Viele „traditionelle“ Geschäftsmodelle sind im Zuge der Digitalen Transformation in Gefahr. Unternehmen wie Nokia und Kodak ist dieses Schicksal leider bereits widerfahren. Wenn es um Digitalisierung geht, dann bilden Smart Services eine solide Grundlage für neue, digitale Geschäftsmodelle. Smart Services sind eine Verschmelzung von physischen Produkten und realen Dienstleistungen, die digital veredelt werden. Sie stellen nicht mehr das Produkt in den Vordergrund, sondern sind nutzerzentriert. Dabei leben Smart Services vor allem von den gewonnenen Daten. Deshalb ist es keineswegs smart, wider besseren Wissens weiterhin analog zu wirtschaften – auch wenn die Digitalisierung zunächst Anlaufkosten für zusätzliche IT-Lösungen verursacht.

 

Von den „born-digital Unternehmen“ lernen
„Born-digital“ Unternehmen, wie etwa Tesla, Uber und Airbnb machen es uns vor, denn sie verdanken ihr Dasein und ihren Erfolg den gerade beschriebenen Smart Services. Sie haben Plattformen aufgebaut, die die reale mit der virtuellen Welt durch cyberphysische Systeme miteinander verbinden, sodass Kunden ganz einfach über das Internet oder Smartphone deren Dienstleistung beziehen können. Das Besondere daran: Erst durch das digitale Einbinden aller Prozessbeteiligten und das intelligente Auswerten von Daten ist es möglich, ein solches Geschäftsmodell selbst umzusetzen und erfolgreich zu vermarkten. Bei der Aufzählung oben genannter Unternehmen wird deutlich, dass das Silicon Valley bei den Smart Services eine Vorreiter Rolle eingenommen hat. In Europa, speziell in Deutschland, haben wir jedoch eine besondere Expertise im Bereich industrieller Fertigung – und die Welt beneidet uns darum!

Industrie 4.0, also die Vernetzung der Maschinen mit dem Internet der Dinge, bietet uns die einmalige Chance, unsere weltweite Führungsrolle weiter zu behaupten, auszubauen und den deutschen Mittelstand dabei mitzunehmen. Viele Unternehmen wissen, dass sie handeln müssen, aber gerade der deutsche Mittelstand fühlt sich oft überfordert, zumal auch das Vertrauen in die neuen Technologien häufig noch fehlt. Auch der Umgang mit Daten ist Vertrauenssache.

Diese schöne, neue, smarte Welt ist allerdings hinter der Kulisse sehr komplex: Im Inneren des Kessels brodelt der IT-Organismus, denn dort strömen Daten und es geht um Datenintegration und Datenaustausch, sodass auch am Ende alles schön smart miteinander interagieren kann.

Der neue Rohstoff für Industrie 4.0 sind Daten
Damit wird klar, dass Daten der Rohstoff für Industrie 4.0 sind. Die Frage, welche Daten, wie intelligent im Austausch stehen, entscheidet auch darüber, wie wettbewerbsfähig Unternehmen bleiben. Wer die Gesetze dieser Welt nicht kennt und mit den neuen Produktionsfaktoren wie den Daten nicht umzugehen lernt, hat keine Zukunft. Kurz gesagt geht es um drei Fragestellungen: Wie kann ich mein Geschäftsmodell weiterentwickeln? Welche Daten benötige ich dafür? Wie kann ich das Ecosystem des Internets dafür nutzen?

Spätestens jetzt ist klar, dass die Herausforderungen der Digitalisierung sich nicht einfach nebenher bewältigen lassen. Sie bedürfen vielmehr eines Strategiewechsels der Unternehmen. Dabei wird oftmals nur das „große Ganze“ gesehen, die Kunst liegt jedoch darin, es herunterzubrechen und konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Gerade IT-Anbieter müssen lernen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Es geht beispielsweise nicht mehr nur darum, Software zu entwickeln und zu verkaufen, sondern den Kunden nicht alleine zu lassen und für seinen Erfolg mit Verantwortung zu übernehmen.

eurodata sieht seinen Auftrag darin, Unternehmen mit seinen ganzheitlichen Software-Lösungen beim Start in die Welt von Industrie 4.0 und anderen Digitalisierungs- und Datenintegrationsprojekten zu begleiten. Eigens dafür hat eurodata sechs Smart Service Lösungen entwickelt: Connected Supply Chain, Predictive Maintenance, Connected E-Commerce, EDI – integrierter elektronischer B2B Datenaustausch, E-Invoicing und Connected Mobility. Zudem hilft der “Hands-on”-Ansatz „In fünf Schritten zu einem Smart Services“.

Dieses Interview wurde in Zusammenarbeit mit unserem The Business Debate Korrespondenten Georg Sahnen und unserem Interviewpartner Frank Reinelt, COO Smart Services bei der eurodata AG, gefilmt.

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