Technologie

Smart City Lights

Die Straßenbeleuchtung der Zukunft denkt mit

Wachsende Luftverschmutzung, sinkende Energieressourcen und ein kontinuierlich steigendes Verkehrsaufkommen – die Urbanisierung boomt. Schon 2030 werden Statistiken zufolge über 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben.

Eine Tatsache, die in Metropolen weltweit zu großen gesellschaftlichen Herausforderungen führt. Eine digital vernetzte städtische Infrastruktur soll Abhilfe schaffen und sprichwörtlich Licht ins Dunkel bringen – zum Beispiel durch intelligente Straßenbeleuchtung und datenbasierte Verkehrssteuerungssysteme. Städte wie Hamburg, München oder Darmstadt gehen hier mit gutem Beispiel voran.

Straßenbeleuchtung der Zukunft
Experten sind überzeugt: Die Stadt von morgen muss intelligent werden, wenn wir die Herausforderungen globaler Megatrends meistern wollen. Um sich den Herausforderungen, die eine wachsende Urbanisierung mit sich bringt, zu stellen, arbeiten Hersteller und Dienstleister branchenübergreifend an innovativen Lösungen.

Die sollen das städtische Leben nicht nur effizienter und nachhaltiger, sondern vor allem für die Bürgerinnen und Bürger komfortabler gestalten. Die Basis dafür sind Daten, die mittels modernster Technologie und künstlicher Intelligenz generiert und zu Informationen verarbeitet werden.

Mithilfe einer intelligenten Straßenbeleuchtung sollen die Sicherheit und Effizienz der städtischen Infrastruktur erheblich verbessert werden.

Das Konzept scheint aufzugehen. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom trauen über 80 Prozent der Deutschen künstlicher Intelligenz zu, Probleme im Straßenverkehr zu lösen und beispielsweise Staus zu verhindern. Eine Herausforderung, der sich das Münchner Start-up eluminocity und der Großkonzern Infineon gemeinsam angenommen haben.

 

Sicherheit und Effizienz im Straßenverkehr
Der Gedanke der integrierten Smart City-Lösung: Die intelligente Beleuchtung spendet nicht nur Licht, sondern misst mithilfe präziser Sensoren und einer sicheren Datenübertragung etwa die Feinstaubbelastung in Echtzeit. Darüber hinaus steuert sie auf Basis einer präzisen Bewegungserkennung eine bedarfsgerechte Straßenbeleuchtung.

Die in den Straßenlaternen verbauten Radarsensoren erkennen so zum einen bewegte Objekte im Radius von 150 Metern oder mehr, je nach Montagehöhe. Ferner können die intelligenten Leuchten bei wenig Verkehr das Licht dimmen, um Energie zu sparen. Sobald sich ein PKW nähert, wird die Straßenbeleuchtung wieder zu normaler Stärke hochgefahren.

Zum anderen können durch die Informationsweitergabe an Verkehrsleitsysteme das Tempo und somit auch der Verkehr reguliert werden. Diese intelligente Steuerungs- und Kontrollfunktionalität macht die neue Technologie besonders energieeffizient. Auch die zeitraubende Parkplatzsuche soll in einer Smart City endlich der Vergangenheit angehören, wenn freie Plätze direkt auf dem Handy angezeigt werden.

Während in Deutschland einige Städte wie München, Hamburg oder Darmstadt schon weit fortschrittlich digitalisiert und vernetzt sind, wird anderswo noch zum Teil dringend notwendige Modernisierungsaufwand gescheut. Um letzteren für die Stadtverwaltung möglichst gering zu halten, lassen sich die innovativen Lösungen flexibel in bestehende Infrastrukturen integrieren und bieten die Möglichkeit, ohne viel Aufwand den Innovationsgrad von Städten, Kommunen und Unternehmen aufrecht zu erhalten und zukunftsorientiert zu gestalten.

Vernetzung at its best

Doch der Gedanke einer Smart City wäre nicht zu Ende gedacht, wenn nicht der Umweltgedanke und die Ressourcenschonung für zukünftige Generationen eine wichtige Rolle spielte.

Um die Emissionsbelastung in urbanen Centren möglichst gering zu halten, stellt eluminocity im Rahmen seiner eMobilitäts-Konzepte Ladestationen für Elektroautos her, die sich zum Beispiel an Laternenmasten anbringen lassen. Die Kombination aus smarter Straßenbeleuchtung und Ladeinfrastruktur soll zusätzlich für die Verringerung von CO2-Emissionen sorgen und den Umstieg auf Elektroautos fördern – ganz im Sinne einer nachhaltigen und vernetzten Stadt der Zukunft.

Dieses Interview wurde in Zusammenarbeit mit unserem The Business Debate Korrespondenten Ralph Szepanski und unseren Interviewpartnern Kim Wlach, Marketing & Business Development bei eluminocity, und Rosina Kreutzer, Head of System-to-Market (S2M) bei Infineon Technologies AG, gefilmt.

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