Technologie

Modellieren am PC

Daten für die Industrie 4.0

Mithilfe smarter Planungssoftware lassen sich detailgetreue, dreidimensionale Modelle erstellen. So können Ingenieurskunst und Maschinenbau immer enger miteinander verzahnt werden.

Sobald in Deutschlands Skiregionen der erste Schnee den Boden berührt, schnallen Wintersportfans die Bretter auf den Rücken und pilgern gen Berg. Um reichlich rasante Abfahrten genießen zu können, gibt es an vielen Pisten eigens konstruierte Skilifte. An der Planung und am Bau eines solchen Lifts sind viele verschiedene Engineering-Disziplinen beteiligt: Maschinenbauer und Elektroingenieure beispielsweise arbeiten dort Hand in Hand, um Verzögerungen in der Bauphase zu vermeiden und einen sicheren und reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Dazu muss der Lift im Vorfeld detailgenau geplant werden. Im Zeitalter der Digitalisierung heißt das: Es entsteht ein digitaler Zwilling der Anlage, an dem alle Beteiligten das Zusammenspiel der Komponenten simulieren können.

Auch abseits von Skigebieten fordern die komplexen Anforderungen unseres Alltags den Einsatz hochspezialisierter Maschinen und Konstruktionsleistungen, um Prozesse am Laufen zu halten und die digitalen Bedürfnisse der Industriegesellschaft zu decken. So entstehen etwa immer aufwendiger gestaltete Gebäude, die den äußeren Bedingungen und auch den steigenden Sicherheitsansprüchen standhalten müssen. Selbiges gilt für die Automobilindustrie und alle Bereiche der Elektrotechnik. Das Prinzip „höher, schneller, weiter“ funktioniert allerdings nur dank sorgfältiger Berechnungen. Um sie durchführen zu können, bedarf es einer intensiven Planung und Simulationen mithilfe spezieller Software.

 

Große Nachfrage bei CAD-Software
Laut Prognosen von Jon Peddie Research wird das Marktvolumen von CAD-Software bis 2020 auf etwa 8,5 Milliarden US-Dollar ansteigen. CAD beschreibt das Computer aided Design, ergo die rechnerunterstützte Konstruktion von Gebäuden, Maschinen oder Anlagen. Nicht nur für Architekten und Bauingenieure, sondern vor allem für Unternehmen der fertigenden Industrie ergeben sich durch die Softwarelösungen mannigfaltige Möglichkeiten. Die Industrie 4.0 und das Internet of Things (IoT) ebnen auch im Maschinen- und Anlagenbau neue Wege. Grundvoraussetzung ist jedoch die konsequente Digitalisierung aller Prozesse und Daten vom Engineering über die Fertigung bis hin zu Betrieb und Wartung.

Mit entsprechenden CAD-Programmen werden vor dem Einsatz zunächst dreidimensionale Volumenmodelle erstellt. Daraus können zwei- oder dreidimensionale Zeichnungen und sogar Bewegtbilder der Objekte erstellt werden. CAD-Software kommt in allen Fachbereichen, in denen Konstruktionen entwickelt werden, zur Anwendung.

Industrie 4.0 schafft neue Bedürfnisse
Um den Anforderungen der komplexen und weitreichenden Industrie 4.0-Infrastruktur gerecht zu werden, sind fertigende Unternehmen stärker als je zuvor auf die Entwicklungshilfe der Softwareunternehmen angewiesen, die Ingenieure und Konstrukteure entlasten, damit sie ihre Kernkompetenz etwa in der kreativen Produkt- und Maschinenentwicklung nutzen können.

Sowohl für Softwaredienstleister als auch für Kunden entstehen im Zuge der digitalen Transformation diverse Anwendungsfälle: „Im Bereich Engineering besteht eine Riesenchance, die Zukunft mitzugestalten. Denn gerade dort entstehen viele neue Ideen, die in der gesamten Prozesskette gebraucht werden“, so Maximilian Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung bei EPLAN und CIDEON.

Im Zuge der Anpassung auf Digitalisierungsprozesse bietet EPLAN als Unternehmen mit langjähriger CAD-Expertise Planungs-Software zur mechatronischen Zusammenarbeit von Teams und Konstruktionsabteilungen für die Automobilindustrie, den Schaltschrankbau, Verfahrenstechnik sowie Elektro- und Fluidtechnik. Die Services erleichtern Automatisierungsabläufe und gestalten die Planung und Durchführung der Arbeitsschritte deutlich effizienter – ein wichtiger Aspekt auch mit Blick auf den anhaltenden Fachkräftemangel. Damit Unternehmen Digitalisierungsprozesse in diesem Segment bestmöglich umsetzen können, unterstützt EPLAN zudem mit einer Datenbasis mit über 700.000 Gerätedaten weltweit.

Dieses Interview wurde in Zusammenarbeit mit unserem The Business Debate Korrespondenten Ralph Szepanski und unserem Interviewpartner Maximilian Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung bei EPLAN und CIDEON, gefilmt.

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