Unternehmen

Fachkräftemangel in der Industrie

Richtig aufgestellt: Die Zutaten für qualifiziertes Personal

Von IT-Sicherheitsexperten über Administratoren bis hin zu agilen Software-Entwicklern: Die Digitalisierung ist inzwischen in allen Wirtschaftsbereichen angekommen. Der Bedarf an Fachkräften, die über das für ihren Beruf relevante technische Know-how verfügen, steigt kontinuierlich an.

In einigen Branchen ist sogar von personellen Engpässen die Rede. Die Folge: Firmen müssen sich noch stärker um geeignete Experten bemühen – eine Herausforderung, bei der Unternehmen wie CompuSafe mit Expertise zur Seite stehen.

Es mangelt an Fachkräften
Die Digitalisierung wirbelt unsere Arbeitswelt kräftig durcheinander. Betroffen sind sämtliche Bereiche der weltweiten Wirtschaft: Baustellen werden mit Drohnen begutachtet, der Zahnersatz kommt aus dem 3D-Drucker, Security-Manager planen die unternehmensinterne IT-Sicherheitsstruktur und Tester prüfen Softwarelösungen.

Geschäftsmodelle, die auf Daten basieren, sprießen aus dem Boden und geben mitunter neue Impulse an den weltweiten Wettbewerb. Wer hier mithalten und dem Digitalisierungsprozess standhalten will, braucht top-ausgebildete Spezialisten.

Kein leichtes Unterfangen, wie aktuelle Statistiken zeigen. Denn hierzulande herrscht ein akuter Mangel an IT-Fachkräften: Während 2009 noch 20.000 Stellen in der Informationstechnik unbesetzt waren, stieg die Anzahl acht Jahre später auf 55.000 offene Jobs an – das entspricht einem Zuwachs von 175 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands, im Rahmen derer mehr als 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt wurden.

Herausforderung 4.0: Der demografische Wandel
Einer der zentralen Gründe für den zunehmenden Fachkräftemangel ist die demografische Entwicklung: Trotz des verzeichneten Geburtenanstiegs auf durchschnittlich 1,5 Kinder pro Frau bleibt Deutschland laut Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) weiterhin unter dem Schnitt der Europäischen Union.

Hinzu kommt, dass die hiesige Bevölkerung immer älter wird. De facto sinkt damit die Zahl der erwerbstägigen Menschen, während die Anzahl der Ruheständler sich bis 2050 schätzungsweise verdoppeln wird. Eine Tatsache, die sich auch auf die Fachkräftesituation in Deutschland auswirkt.

Software steckt heute überall drin
Dem Digitalverband zufolge haben Software-Anbieter und IT-Dienstleister – mit 20.800 offenen Positionen – den größten Bedarf. Mit Abstand am stärksten sind Software-Entwickler gefragt (63 Prozent), die vor allem mit Know-how im Bereich Big Data und Industrie 4.0 punkten müssen.

„Software findet sich heute in nahezu jedem Gerät – von Staubsaugern über Autos bis zu industriellen Produktionsanlagen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Das erkläre die anhaltend hohe Nachfrage nach Software-Entwicklern quer durch alle Branchen.

Megatrend löst ambivalente Gefühle aus
„Noch nie hat ein Megatrend für so viel potenzielle Veränderungen, aber auch für Unsicherheiten gesorgt“, erklärt Ralf Greis, Vorstand von CompuSafe und Senator im Senat der Wirtschaft Deutschland. Um wettbewerbs- sowie zukunftsfähig zu bleiben und den digitalen Wandel auch im Unternehmen zuzulassen, sind Firmen schon seit Längerem im Zugzwang. Fragen wie: „Welches Know-how habe ich als Unternehmen und welche Manpower hilft mir überhaupt, die Herausforderungen zu lösen?“, stehen zunehmend im Mittelpunkt.

„Die Rekrutierung oder Anwerbung entsprechend geschulten Personals ist schwierig, langwierig und liegt häufig nicht in der Kernkompetenz eines Unternehmens“, so Greis. Zudem sei aufgrund der komplexen Aufgabenstellungen im Bereich Digitalisierung nicht immer klar, was genau benötigt wird. Hinzu kommt, dass auf die hauseigene Expertise im Auswahlprozess nicht zurückgegriffen werden kann.

Um dem Problem des steigenden Personalmangels entgegen zu wirken, unterstützt das einstige Systemhaus CompuSafe Unternehmen dabei, die „richtigen“ Humanressourcen, Wissen und Kompetenzen zu finden. Mithilfe des Agile-Sourcing-Ansatzes sollen dabei Aufgaben sowie Projekte mit qualifizierten Spezialisten aus der IT sowie allen Bereichen der Digitalisierung und digitalen Transformation besetzt oder selbstständig durchgeführt werden.

Das perfekte Menü
Ralf Greis ist überzeugt, dass die Personaldienstleistungsbranche aufgrund des Arbeits- und Fachkräftemangels weiter wachsen wird – schließlich verändern die Digitalisierung und die damit verbundene Vernetzung und Automatisierung von Prozessen viele Branchen fundamental.

Das hat zur Folge, dass es zu Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt kommen wird. Auf der einen Seite werden einige Bereiche automatisiert und Strukturen durch moderne Technologien verschlankt, auf der anderen Seite entstehen neue Tätigkeitsprofile, die hochkompetentes und qualifiziertes Personal fordern.

Zudem stehe laut Greis Karriere für viele nicht mehr im Mittelpunkt der eigenen Biografie: „Man fragt nach der Drei-Tagewoche oder einer unbezahlten Auszeit für ein Sabbatical“, so Greis. Auch dieser Wertwandel verlange eine Anpassung der bisher greifenden Arbeitsmodelle.

Um die richtige Rezeptur für alle Anforderungen zu kreieren, seien drei „Zutaten“ wichtig, so Greis: Personalressourcen mit den notwendigen Kompetenzen am richtigen Ort, zur richtigen Zeit – in einer rechtssicheren Vertragsgestaltung; Weiterbildungsmöglichkeiten und die Zusammenarbeit mit agilen Lösungspartnern aus unterschiedlichen Teildisziplinen. Dabei, so der CEO von CompuSafe, bestehe die Lösung nicht selten aus einer individuellen, maßgeschneiderten Mischung und Zusammensetzung der drei Zutaten.

Dieses Interview wurde in Zusammenarbeit mit The Business Debate Korrespondenten Ralph Szepanski und unserem Interviewpartner Ralf Greis, Vorstand / CEO von CompuSafe und Senator im Senat der Wirtschaft Deutschland, gefilmt.

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