Finanzen

Digitalisierung und Banken

Die bessere App gewinnt

Der Finanzbranche steht vor enormen Herausforderungen. Mit neuen Produkten und Dienstleistungen drohen Fintechs den etablierten Geldhäusern die Kunden abspenstig zu machen. So werden Banken fit fürs digitale Zeitalter.

„Uber yourself or get kodaked“ – dieses Bonmot aus der Tech-Industrie gemahnt an den Niedergang des namhaften amerikanischen Foto-Equipment Herstellers. Kodak konnte sich im Laufe der 2000er-Jahre nicht auf dem Markt für Digitalkameras durchsetzen. Infolge dessen wurde der einstige Branchenprimus vollständig aus dem Kamerasegment verdrängt. Gleichzeitig zielt der Spruch auf den kometenhaften Aufstieg von Uber zum weltweit größten Fahrdienstvermittler ab. Dabei weist das ebenso erfolgreiche wie umstrittene kalifornische Unternehmen nahezu keine physischen Vermögenswerte in seiner Bilanz auf. Doch gilt diese Warnung auch für den Bankensektor? Oder sind die großen Institute „too big to fail“?

 

Das Filialsterben geht weiter
Aktuelle Zahlen sprechen eine andere Sprache: Etwa 44.000 Bankfilialen gab es 2005 in Deutschland. Zehn Jahre später waren lediglich 34.000 übrig – ein Rückgang um 23 Prozent, zeigt die „IM-Trendstudie 2017“ der Unternehmensberatung Investors Marketing. Bis 2025 könnte die Zahl der Zweigstellen gar auf 20.000 schrumpfen. Den Grund für diesen Trend sehen die über 100 befragten Manager deutscher Banken neben dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld in steigenden Kosten für die fortschreitende Digitalisierung der Branche.

Vor allem zwei Entwicklungen revolutionieren nach Meinung vieler Branchenexperten den heutigen Bankensektor: Zum einen steigen die Erwartungen der Kundschaft, die sich zunehmend aus der Generationen X und Y zusammensetzt. Diese Digital Natives fordern auch beim Banking schnelle, bequeme, ansprechende und hochgradig personalisierte Online-Lösungen – und das sowohl stationär als auch mobil. Zum anderen bekommen etablierte Institute zunehmend Konkurrenz von Fintech-Unternehmen, meist hochspezialisierte digitale Start-ups, die der jungen Generation mit neuen Technologien und Ansätzen wie Kryptowährungen, Bezahl-Apps oder Crowdfunding mehr Service und andere Leistungen bieten.

Wettlauf um die Gunst der Kunden
Um den steigenden Anforderungen im digitalen Zeitalter gerecht zu werden, müssen Banken demnach ihre Apps und Online-Funktionen sowohl für Desktop, Tablet als auch fürs Smartphone optimieren. Zudem müssen sie automatisierte Selbstbedienungsfunktionen für immer komplexere Dienste bereitstellen. Die nächste Kundengeneration können Finanzdienstleister nur erreichen, wenn sie aktiv auf Social-Media-Kanälen präsent sind. Nicht zuletzt müssen sich Banken aber auch das Vertrauen ihrer Online-Kunden sichern, indem sie sämtliche Kundenkonten und -daten vor dem Zugriff unbefugter Dritter wie etwa Hackern schützen.

Das Softwareunternehmen Akamai bietet zahlreiche Lösungen, um Webseiten und Apps schneller, zuverlässiger und sicherer zu machen. Das Softwarepaket Akamai Ion etwa überwacht Nutzer, führt automatisch Performanceoptimierungen nach Erfahrungswerten durch und passt Apps und Websites bei Veränderungen des Inhalts, Nutzerverhaltens oder der Netzwerkbedingungen entsprechend an.

Die Softwarelösung Dynamic Site Accelerator beschleunigt und sichert Websites, die aufgrund interaktiver, dynamisch generierter Inhalte hohe Ladezeiten benötigen. Dadurch erhöht sich die Performance im Vergleich zu herkömmlicher Webinfrastruktur bis auf das Fünffache. „Wir begleiten Banken auf dem Weg der digitalen Transformation. Erhöhte Web-Performance und -sicherheit spielen dabei eine Schlüsselrolle,“ sagt Jürgen Metko, Regional Vice President Web Sales & Managing Director Central Europe von Akamai.

 

Dieses Interview wurde in Zusammenarbeit mit The Business Debate Korrespondenten Ralph Szepanski und unserem Interviewpartner Jürgen Metko, Regional Vice President Web Sales & Managing Director Central Europe von Akamai, gefilmt.

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